Anwendungsdatensätze
Datenobjekte werden durch eine Sammlung von Feldern definiert. Bei der Case-Bearbeitung werden Werte in die Felder eingetragen, die mit einem Datenobjekt verknüpft sind. Die Werte können durch eine Benutzereingabe, eine externe Datenquelle oder ein Ereignis wie eine Hintergrund-Verarbeitung bereitgestellt werden. Die eindeutige Sammlung von Feldern und Werten für eine einzelne Instanz des Datenobjekts wird als Datensatz bezeichnet. Jeder Datensatz ist in Datenbeständen gespeichert – unabhängig davon, ob er lokal in der Pega-Datenbank oder extern in einem vom Kundenunternehmen verwalteten Datenbestand gespeichert ist.
In diesem Thema untersuchen Sie das Konzept von Datensätzen und die Art und Weise, wie die Informationen gespeichert werden.
Datensätze und Datenobjekte
In der Pega-Plattform stellen Datenobjekte wichtige Business-Entitäten dar, zum Beispiel Kunden. Datenobjekte enthalten alle zur Beschreibung eines Objekts erforderlichen Felder. Beispielsweise dienen die Felder First name, Last name, Full name, Email und Phone zur Beschreibung eines Datenobjekts Customer.
Datensätze, die mit einem Datenobjekt verknüpft sind, bestehen aus Werten für jedes der Felder, die das Objekt beschreiben. Die Datensätze für das Datenobjekt Customer (Kunde) können aus Werten wie Ian, Mitchell, Ian Mitchell, [email protected] und 111-222-3333 bestehen.
Datenobjekte definieren die Felder und ihre zulässigen Werte, was die Eingabewerte auf gültige Optionen beschränkt, Fehler reduziert und den Workflow optimiert.
Klicken Sie in der folgenden Abbildung auf die Pluszeichen (+), um mehr über Datensätze anhand eines Beispiels für eine Reiseanwendung zu erfahren:
Im Allgemeinen erfordert eine Änderung an den Datensatzwerten keine entsprechende Änderung am Geschäftsprozess, um die Änderung zu übernehmen. Das Hinzufügen eines neuen Kunden oder das Ändern der Telefonnummer eines bestehenden Kunden ist beispielsweise Teil des Standardgeschäftsprozesses.
Andererseits bedeutet eine Änderung an den Datenobjekt-Feldern auch eine Änderung an den Business-Prozessen. Das Hinzufügen des neuen Felds namens Status level führt beispielsweise zu einer Änderung an den Geschäftsprozessen zur Verwaltung von Platinum-Kunden.
Lokaler Datenspeicher
In einer Pega-Plattform-Anwendung gibt es mehrere Möglichkeiten, um Datensätze für den Zugriff auf Informationen zu nutzen.
Datensätze können im Tab „Records“ direkt in das Datenobjekt eingegeben werden. Auf diese Weise können Sie Daten direkt in die Anwendung eingeben und die Daten lokal in Tabellen in der Pega-Datenbank speichern, ohne dafür direkt auf die Datenbank zugreifen zu müssen.
Klicken Sie in der folgenden Abbildung auf die Pluszeichen (+), um mehr über lokal in einem Datenobjekt gespeicherte Datensätze zu erfahren:
Jeder Datensatz, der lokal in der Tabelle des Datenobjekts in der Pega-Datenbank gespeichert ist, enthält ein Feld namens pyGUID. Beim Anlegen eines Datensatzes weist das System dem Feld pyGUID automatisch einen eindeutigen Wert zu. Dabei handelt es sich um den pyGUID-Wert für den Datensatz, der zusammen mit dem Case gespeichert wird, sodass in Zukunft auf den Datensatz zugegriffen werden kann.
Externer Datenspeicher
Sie können ein Datenobjekt auch so konfigurieren, dass es Daten aus einer externen Datenquelle abruft, z. B. aus einer vom Kunden verwalteten Datenbank oder einem Web-Service.
In diesem Fall handelt es sich bei jeder Datenzeile in der Datenbanktabelle um einen Datensatz. Zur Laufzeit werden die Integrationseinstellungen und Datenseiten, die einem Datenobjekt zugeordnet sind, verwendet, um auf die konfigurierte externe Datenquelle zu verweisen und die Werte für die Datenfelder bereitzustellen. Beispiel: Eine Anwendung für einen Online-Lebensmittel-Lieferservice referenziert auf die externe Produktdatenbank des Supermarkts, um eine Liste der verfügbaren und damit bestellbaren Produkte abzurufen.
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