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Lokalisierung

Im folgenden Video wird das Konzept der Lokalisierung erläutert. Für dieses Beispiel dient eine Anwendung eines internationalen Unternehmens.

Videotranskript

Lokalisierung bezeichnet den Prozess, internationalisierte Software für eine bestimmte Region oder Sprache durch das Hinzufügen lokaler Komponenten und übersetzter Texte anzupassen. Wenn ein Unternehmen beispielsweise multinational ist, verfügt es üblicherweise über Büros in mehreren Ländern.

In diesem Beispiel hat das Unternehmen TGB Standorte in Boston (USA), Edmonton (Kanada), Acapulco (Mexiko), Florenz (Italien), Istanbul (Türkei) und Tokio (Japan). Deshalb muss das Unternehmensportal mindestens sechs Sprachen unterstützen:

Englisch: Hello

Französisch: Bonjour

Spanisch: Hola

Italienisch: Ciao

Türkisch: مرحبا

Japanisch: こんにちは

Es muss aber nicht nur die Sprache für lokale Benutzer der TGB-Website angepasst werden. Währungskonventionen können sich je nach Region unterscheiden – nicht nur die Währung selbst, sondern auch wie der Betrag geschrieben wird. Zum Beispiel werden in den USA sechs Dollar and fünfzig Cent „USD6.50“ geschrieben, in Italien dagegen „USD6,50“ oder in Euro umgerechnet „EUR5,98“

Es gibt aber noch viele weitere Unterschiede zwischen den Regionen. Das Datumsformat unterscheidet sich auch je nach Kultur. In den USA wird das Datum üblicherweise so geschrieben: Monat/Tag/Jahr, zum Beispiel 5/13/2017. Die meisten Teile der Welt nutzen dagegen dieses Datumsformat: Tag/Monat/Jahr, zum Beispiel 13/5/2017. Und Länder wie China, Japan, Taiwan und Korea nutzen dieses Datumsformat: Jahr/Monat/Tag, zum Beispiel 2017/5/14.

Schließlich muss die TGB-Website Benutzer in mehreren Zeitzonen unterstützen. Das Zeitformat variiert auch je nach Region. In den USA, in Mexiko und in Kanada ist das 12-Stunden-System normal. In anderen Ländern wird das 24-Stunden-System genutzt.

Bei der Lokalisierung müssen all diese Unterschiede durch die Anpassung des Erscheinungsbilds einer Anwendung für Benutzer in verschiedenen Ländern beachtet werden. Pega umfasst Funktionen und Assistenten zur Unterstützung von Lokalisierung.

Lokalisierungsprozess

Der Prozess der Lokalisierung einer Anwendung kann anhand der Stages in einem Case-Life-Cycle der Pega-Plattform visualisiert werden. In der ersten Stage stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Anwendung so konzipieren und entwickeln, dass sie in mehrere Sprachen lokalisiert werden kann. Als Nächstes installieren Sie die Language Packs (falls verfügbar). Anschließend übersetzen Sie die anwendungsspezifischen Regeln mithilfe des Lokalisierungs-Assistenten.

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Lokalisierungsentwurf

Um Ihre Anwendung so zu gestalten, dass sie lokalisiert werden kann, erstellen Sie Feldwertregeln zur Erfassung von Labels und Hinweisen, Paragraph-Regeln für Anweisungen und Nachrichten und Correspondence-Regeln für E-Mails und sonstige Korrespondenz. Sobald diese Elemente Ihrer Anwendung hinzugefügt wurden, können Sie für die meisten Sprachen lokalisiert werden.

Feldwertregeln erleichtern die Lokalisierung von Wörtern, Ausdrücken und Sätzen, die in Portalanzeigen, Berichten und Benutzerformularen angezeigt werden. Feldwerte ermöglichen es Ihnen, die Liste der zulässigen Werte getrennt von der Eigenschaft zu verwalten. Einzelne Eigenschaften können wiederverwendet werden. Auch lassen sich die zulässigen Werte basierend auf dem Kontext der Eigenschaft anpassen. Weitere Informationen zur Verwendung von Feldwerten zur Lokalisierung einer Anwendung finden Sie im Artikel Localized field values der Pega Community.

In Paragraph-Regeln wird formatierter Text in der Langform gespeichert. Diesen können Sie überall auf der Benutzeroberfläche in verschiedenen schreibgeschützten Kontexten wie beispielsweise Correspondence-Regeln und Benutzerformularen wiederverwenden. Weitere Informationen zu Paragraph-Regeln finden Sie im Artikel Creating paragraph rules der Pega Community.

Correspondence-Regeln generieren ausgehende E-Mails, Faxnachrichten, gedruckte Briefe, Telefonnachrichten und andere Benachrichtigungen. Ausgehende E-Mails können Pega-UI-Abschnitte, einfachen Text oder HTML enthalten, einschließlich Anhänge wie PDF-Dateien und Bilder. Correspondence-Regeln werden automatisch erstellt, wenn Sie eine E-Mail-Correspondence in App Studio konfigurieren.

Weitere Informationen zur Vorbereitung Ihrer Anwendung auf die Übersetzung finden Sie im Artikel Preparing your application for translation der Pega Community.

Language Pack installieren

Die Pega-Plattform stellt Language Packs für die Lokalisierung der Pega-Regeln (mit Ausnahme der Inhalte Ihrer UI-Formulare) zur Verfügung. Language Packs sind Sammlungen von sprachspezifischen Rulesets, die die Lokalisierung der Pega-Plattform unterstützen. Wenn für Ihre Zielsprachen Language Packs verfügbar sind, installieren Sie die Language Packs, bevor Sie den Lokalisierungs-Assistenten ausführen. Falls für eine Ihrer Zielsprachen kein Language Pack verfügbar ist, können Sie Ihr eigenes benutzerdefinierts Übersetzungspaket erstellen. Verwenden Sie den Lokalisierungs-Assistenten, um die Pega-Rulesets und und die Inhalte in Ihren UI-Formularen zu exportieren und zu übersetzen.

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Lokalisierungs-Assistent und Übersetzung von anwendungsspezifischen Regeln

Wenn Sie den Lokalisierungs-Assistenten nach der Installation der Language Packs ausführen, wählen Sie die Rulesets zur Übersetzung aus, aus denen sich Ihre Anwendung zusammensetzt. Die Rulesets der Anwendung sind standardmäßig entsperrt und für die Lokalisierung aktiviert. Während die meisten Datensätze in der Pega-Plattform standardmäßig als übersetzbar festgelegt sind, ist bei Datensätzen aus früheren Versionen der Pega-Plattform die Option Localize möglicherweise nicht vorausgewählt. Setzen Sie diese Datensätze manuell auf „Localize“, bevor Sie den Lokalisierungs-Assistenten ausführen.

Klicken Sie in der folgenden Abbildung auf die Pluszeichen (+), um mehr über die Verwendung des Lokalisierungs-Assistenten zu erfahren.

Weitere Informationen zur Vorbereitung des Übersetzungspakets für die Übersetzer finden Sie unter dem Hilfethema Übersetzungspaket für Übersetzer vorbereiten.

Verifizierung der Lokalisierung

Setzen Sie die Einstellung Locale auf eine Zielsprache (z. B. Spanisch) und führen Sie Ihre Anwendung aus, um zu überprüfen, ob alle Label, Hinweise, Anweisungen, Nachrichten und E-Mails ordnungsgemäß lokalisiert wurden. Falls Übersetzungen fehlen, überprüfen Sie das entsprechende Übersetzungspaket, fügen Sie die fehlenden Übersetzungen hinzu, führen Sie den Lokalisierungs-Assistenten erneut aus und führen Sie dann die Verifizierung nochmals durch. Überprüfen Sie, ob die Sprachbegriffe korrekt angezeigt werden, wenn das entsprechende Gebietsschema einer Sprache ausgewählt ist.

Tipp: Die Einstellung für das Gebietsschema befindet sich im letzten Bildschirm des Lokalisierungs-Assistenten. Klicken Sie in Dev Studio auf  Configure > User Interface > Application readiness > Localization.

Nachdem die Rulesets für alle Sprachen importiert und getestet wurden, verwendet die Pega-Plattform automatisch das Ruleset basierend auf dem Gebietsschema des Benutzers. Es sind keine weiteren Arbeiten zur Lokalisierung der Anwendung erforderlich.

Prüfen Sie mit der folgenden Interaktion Ihr Wissen.

Wenn bei Ihrer Schulung Probleme auftreten, lesen Sie bitte die Pega Academy Support FAQs.

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